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Tag des Ehrenamtes

Voller Einsatz ohne Bezahlung

Bingo-Spiel in Hainburg am Freiwilligentag

Sabrina Leining spielt am Freiwilligentag Bingo mit den Bewohnern des Simeonstifts.

Sie setzen sich für andere Menschen und die Gesellschaft ein, ohne dafür etwas zu verlangen: Ehrenamtliche. Am 5. Dezember wird an diese engagierten Menschen gedacht: Es ist Tag zur Anerkennung und Förderung des Ehrenamtes. Auch in der EKHN gibt es Möglichkeiten, sich zu engagieren.

„Studien zeigen, dass das ehrenamtliche Engagement zunimmt“, erklärt Ina Wittmeier von der Ehrenamtsakademie der EKHN: „Wenn den Ehrenamtlichen etwas am Herzen liegt, dann setzen sie sich dafür auch mit ihrer Zeit ein.“ Etwas anderes habe sich dabei aber verändert: Es werde sich immer weniger in den klassischen Tätigkeitsfeldern engagiert. Stattdessen nehme das freie Engagement ohne feste Organisation zu. „Daher kommt es uns in der Kirche oft vor, als würden es weniger Ehrenamtliche sein“, sagt Wittmeier. Dies sei aber eine Fehlinterpretation.

Ehrenamt in der EKHN

In der EKHN üben zurzeit etwa 70.000 Menschen eine ehrenamtliche Tätigkeit aus. Vor allem im Kinder- und Jugendbereich sei das Engagement sehr groß. Die Ehrenamtsakademie der EKHN bietet seit 2003 überfachliche Beratung zum Thema Ehrenamt an, insbesondere für leitende Ehrenamtliche. „Wir bedanken uns für das große Engagement“, sagt Wittmeier: „Ehrenamt hat in unserer Landeskirche den wichtigen Aspekt der Demokratiesicherung. In allen Gremien sind Ehrenamtliche vorhanden, vom Kirchenvorstand bis in die Kirchenleitung.“ Aber es gebe auch Nachholbedarf: Gerade in Bezug auf Geschlecht, Alter, soziale und kulturelle Hintergründe sowie bei Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen ist mehr Vielfalt erwünscht. „Wir müssen deutlich machen, dass es sich lohnt, sich bei uns freiwillig zu engagieren“, sagt Wittmeier dazu: „Als Kirche brauchen wir noch mehr Vielfalt.“ So seien etwa in der Kirchensynode nur 37% der Engagierten weiblich.
 

Jeder soll mitmachen

Gerade auch in den einzelnen Kirchengemeinden ist das Ehrenamt sehr wichtig. So zum Beispiel in der evangelischen Kirchengemeinde in Egelsbach, in der Martin Diehl als Pfarrer arbeitet. Hier wird am Sonntag den Ehrenamtlichen gedankt, die den Gemeindebrief gestalten. „Das ist die Redaktion, aber das sind auch diejenigen, die das Layout machen“, erklärt Pfarrer Diehl: „Das entsteht alles ehrenamtlich. Wir wollen nicht nur Profis in der Gemeinde haben. Die Gemeinde lebt ja davon, dass jeder dabei ist und jeder mitmacht.“
 

Unsere Serie „Mutmacher“ portraitiert Ehrenamtliche

Die Facette des ehrenamtlichen Engagements ist groß. Von der Hilfe für Obdachlose in kalten Winternächten bis hin zur Betreuung von Kindern in Krankenhäusern ist alles möglich. In unserer Serie „Mutmacher“ portraitieren wir Menschen, die sich auf unterschiedliche Weise ehrenamtlich für ihre Mitmenschen engagieren. Die „Mutmacher“ zeigen: Jeder kann sich für andere Menschen einsetzen, das Ehrenamt macht Mut. So zum Beispiel dem „Mutmacher“ Jens „Kuttenpaule“ Meißner, der sich für Obdachlose einsetzt. Ihm gibt seine Arbeit ein Gefühl von Dankbarkeit und menschlicher Wertschätzung. Damit bekommen die Engagierten auch wieder etwas zurück.

 

 


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